Rückblick auf 20 Jahre Verein zur Förderung des Mittelsächsischen Kultursommers


Miskus feierte Geburtstag

Mittelsächsischer Kultursommer e.V., Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Gina Gottwald

Georgenstraße 19, 09661 Hainichen, Tel. 037 207 / 651 240

E-Mail: presse@mittelsachsen.de

 

„Wer hätte gedacht, dass sich der Verein so lange halten würde?“ Diese Worte gehen Regina Herberger, Geschäftsführerin des Mittelsächsischen Kultursommers, immer wieder durch den Kopf, wenn sie an die Anfangszeit des Miskus zurückdenkt. Am 25.04.1994 erfolgte für das Unternehmen, dessen Ursprünge in einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme liegen, der Eintrag ins Vereinsregister. Nun sind mittlerweile zwanzig Jahre ins Land gezogen. In dieser Zeit konnte der Verein nicht nur viel Erfahrung sammeln, sondern auch zahlreiche Freunde, Partner und Förderer gewinnen. Für diese Unterstützung bedankt sich der Miskus heute und lädt alle in den Sitz nach Hainichen ein. „In unserer Satzung hielten wir damals als Zweck fest, ‚kulturelle Traditionen, Heimatpflege und Brauchtum zu fördernʻ “, so Herberger. Und das haben sie in den letzten zwanzig Jahren getan: Waren es im ersten Jahr noch knapp 20 Veranstaltungen an 7 Wochenenden, so erstreckt sich das Sommerfestival nun mit mehr als 50 Veranstaltungen über 14 Wochenenden. Dabei haben sich auch bereits einige Dauerbrenner etablieren können. Ein Beispiel ist hier die „Performance zum Stein“ auf dem Rochlitzer Berg. 2003 fand sie erstmals statt und ist seitdem nicht mehr aus den Köpfen wegzudenken. Mittlerweile wurde sie sogar auf zwei Tage ausgedehnt. Doch neben diesen großen Events sind es die vielen kleinen feinen Programme, die immer mehr Zuspruch erfahren. Dadurch sind z.B. die Orgelfahrt, literarisch-musikalische Abende und Kaffeenachmittage mit historischen Persönlichkeiten entstanden, die nicht nur Geschichte durch Geschichten vermitteln, sondern auch den Wert der Region erhöhen sollen. Deshalb greift der Miskus auch gerne auf die große Auswahl regionaler Vereine und Verbände zurück. „Es müssen nicht immer Profis sein“, so Olaf Hanemann, stellvertretender Geschäftsführer des Mittelsächsischen Kultursommers, „wir haben sehr gute Erfahrung mit Laienkünstlern gemacht und möchten diesen immer noch gerne eine Plattform mit unserem Festival bieten.“ Zweifelsohne konnte dadurch ein großes Netzwerk geknüpft werden, was im vergangenen Jahr seinen Höhepunkt fand: Ganze 256 Vereine wirkten beim letzten Mittelsächsischen Kultursommer mit, wobei die Festveranstaltung des Landkreises Mittelsachsens den größten Teil barg. Der Gedanke dahinter: Das Potenzial der ländlichen Region zu nutzen und den Bürgern zeigen, dass es auch abseits der Großstädte anspruchsvolle Kultur gibt; Frei nach dem Motto: „Landschaft genießen, Kultur erleben!“

„Natürlich blicken wir mit einem gewissen Stolz auf die vergangenen 20 Jahre zurück, aber ohne die reichliche Hilfe und Unterstützung, die wir von allen Seiten erfahren haben, wäre der Weg und die Erfüllung unseres Auftrages beschwerlicher gewesen. Dafür möchten wir uns bedanken“, so der Vereinsvorsitzende Heribert Kostfeld.

Stimmen der Presse zum Auftakt:

„Dieser Auftakt gab Lust auf mehr...das Kind Kultursommer ist gut auf die Welt gekommen, es besteht die Möglichkeit, einen kulturellen Dauerbrenner zu etablieren!“ (Freie Presse, 01.08.1994)

„Tausende Gäste erleben Historie und Tradition – Fesselndes Feuerwerk zum Finale, Landtagspräsident eröffnet Mittelsächsischen Kultursommer“ (Döbelner Anzeiger 01.08.1994)

„Kultursommer zieht Gäste in seinen Bann – einzigartige Vielseitigkeit der Darbietungen“ (Anzeiger Chemnitz 10.08.1994)

„Programm so bunt wie noch nie in Mittelsachsen“ (Chemnitzer Morgenpost 15.08.1994)

 
Es entstanden viele Veranstaltungen, die zur Tradition geworden sind/die sich etabliert haben:

- seit 1994: Historischer Besiedlungszug

- seit 1994: Altstadtfest Mittweida

- seit 1994: Geschichtswanderungen

- seit 1994: Klangzauber in Mittweida > heute KlangLichtZauber auf dem Technikumplatz

- seit 1997: Wechselburger Marktfest

- seit 1998: Parkfest Lichtenwalde

- seit 2000: literarisch-musikalisches Programm mit Martin Luther und Katharina von Bora

- seit 2001: Burg der Märchen auf Burg Kriebstein

- seit 2003: Performance zum Stein

- seit 2011: Sommerherrlichkeiten auf Schloss Bieberstein

- seit 2011: Musikalische Orgelfahrt

- seit 2011: Pipes, Drums & More im Kloster Buch

Miskus in Zahlen:

Im letzten Jahr konnte bereits zur 20. Festivalsaison geladen werden.

5.220.000 Festivalbesucher

937 Veranstaltung an 161 Orten

146 Geschichten und Schauspiele zu 662 Personen recherchiert

2.000 Kostümträger brachten Geschichte unters Volk

3.500 Kostüme im Verleih

 

Miskus

Besucher

Wochenenden

Veranstaltungen

Mitarbeiter

1994

110.000

7

 

27

2013

110.000

15

60

10

 

Mit den Jahren stieg auch der Anspruch des Publikums:

- Klassik im kleinen Rahmen

- Konkurrenz wurde größer und Zahl steigt immer noch – Veranstaltungen/Feste/Festivals die aus dem Boden schossen

- Miskus bleibt dabei seinem Grundsatz treu: Veranstaltungen abseits von Großstädten in den ländlichen Raum zu bringen

- moderne Veranstaltungen haben zugenommen, aber die Spielen auch das meiste Geld ein > damit können kleinere Konzepte realisiert werden

- im Fokus stehen Familien (wie Rochsburger Ritterfest, MusikSpieleTag Lichtenwalde, Burg der Märchen)

- Klasse statt Masse (Musikalische Orgelfahrt, Sommerherrlichkeiten Schloss Bieberstein,

- Kultur sollte kein Luxus sein